Wien-Budapest

Radwege sind auf ungarischer oder slowakischer Seite möglich. Wir entschieden uns für die slowakische Seite. Die war mitunter etwas eintönig und dünn besiedelt, trotz allem interessant und durchaus mit einigen Schwierigkeitsgraden behaftet, durch umgestürzte Bäume oder den Möglichkeiten überhaupt eine Unterkunft zu finden. Andere Radfahrer haben wir auf diesem Streckenabschnitt nur sehr wenige getroffen.

Aber zunächst ging es von Wien nach Bratislava, aus Zeitgründen mit dem Schnellboot. 

Wir sind da übrigens knapp dem Hochwasser in Wien entkommen, am 18.08.24, wir sind am 17.08. abgefahren…

Die große Überfahrt

Alle Campingplätze die wir in der Slowakei und Ungarn besucht haben, verfügen entweder über ein Thermalbad oder einen Swimmingpool auf dem Platz. Das war nach den anstrengenden Etappen sehr schön!  

Wir starteten in Bratislava (sehr schöne Altstadt) und machten Halt in Dunajská Streda, Komárno/Komárom, Esztergom und Szentendre.

Einmal wollten wir eine Abkürzung nehmen… und hatten nicht auf die Höhenmeter geachtet… auf 10 Kilometer 580 Höhenmeter zu überwinden ist ein Brett… nie wieder (Bild unten links). 

Aber wir hatten es tatsächlich geschafft den Berg zu bezwingen (teils schiebend, mit einigen Pausen) und sind oben auf dem Berg in einer netten Taverne mit einem kühlen Getränk belohnt werden. 

Die Abfahrt war dann ähnlich herausfordernd - was für ein Gefälle! Immer darauf achten müssend nicht ein Schlagloch zu erwischen, auf einem Asphalt der eigentlich nicht als solcher zu bezeichnen war.

Szentendre

Hier hatten wir noch eine Übernachtung bevor wir Budapest erreichten. Eine hübscher, kleiner, lohnenswerter Ort!

Einfahrt nach Budapest

Auf der Einfahrt nach Budapest entlang der Donau sind kleine schöne Bars und Strände zu entdecken. 

Es lohnt sich anzuhalten und ein wenig an diesen schönen Orten zu verweilen.

Budapest

Ankunft in Budapest mit Blick aufs Parlament, dort mussten wir einen kurzen Stop machen…

Mit Blick auf das Parlament bemerkte ich einen „Platten“ an meinem Hinterrad, als mittlerweile erfahrener Reparateur und Dank der tollen Unterstützung meines Begleiters Tom, war der Schaden schnell behoben.

Meine Speichen am Hinterrad machten mittlerweile auch merkwürdige Geräusche, darum musste ich mich später auch noch kümmern…

Budapest by night…

Szimpla

Wir bezogen direkt eine schöne kleine Wohnung in Pest, im historischen jüdischen Viertel (7. Bezirk/„Erzsébetváros“). 

Die Partymeile in Budapest, viele tolle kleine Cafés, Bars, Biergärten und Gastronomien.   

Der Besuch im „Szimpla“ ist ein Muss, wenn auch nur auf ein Getränk, ein ganz spannender Ort! 

Es herrscht trotz Großstadt und vielen Menschen, eine angenehme ruhige Athmosphäre. 

Die Stadt ist durchzogen mit wunderschönen alten, manchmal prachtvollen, historischen Gebäuden.

Ein Besuch in einem der netten Biergärten lohnt sich immer!

Begegnungen/Mein Kiez

Und wieder eine tolle Erfahrung mit einem Fahrradmechaniker! Er hat meine Speichen angezogen, die es dringend nötig hatten. 

In seiner winzigen Werkstatt erklärte er mir auf Englisch jeden Handgriff - ein wahnsinnig netter und kompetenter Mensch!!

„Familientreffen“

Nachdem ich drei Tage alleine in Budapest war, traf sich die „Familie“…

Es waren schöne Tage in Budapest (Stadtführer Andreas hat uns 22 Kilometer durch die Stadt geführt) und in Szenna (dort besitzen Andreas und seine Familie den berühmten Weinberg, aus dem köstlicher Wein hergestellt wird - vom Meister persönlich!).

Herzlichen Dank Amal und Andreas für die tolle Gastfreundschaft!

„Schuhe am Donauufer“
„Cipök a Duna-Parton“
 

Diese Gedenkstätte hat mich sehr beeindruckt. 

Die Schupaare stehen am Ostufer der Donau, also in Pest. Sie erinnern an Massenerschießungen von ungarischen Juden am Donauufer durch die sogenannte „Pfeilkreuzler-Diktatur“ (1944-45).

Weitere Informationen findet ihr unter dem untenstehenden Link.

Abschied mit Hindernissen

In der Nacht vor der Abfahrt der SCHOCK!

Ich hatte unter freiem Himmel übernachtet, ich erwachte von einem Schmerz in meiner Lippe, der wurde stärker und stärker… die Lippe schwoll dramatisch schnell an… 

Ein Wespenstich…

Zunächst versorgte ich mich selber mit Eis, bevor mich meine von meinem Anblick entsetzten Mitmenschen nach ihrem Erwachen erblickten. Ich hatte schon meine Abfahrt nach Berlin geplant…

Aber ich wurde versorgt…

Zuckerlösung und dann die Kraft einer Zwiebel, sie wirkten Wunder, nach und nach gingen die Schwellungen zurück und ich konnte am Nachmittag tatsächlich zu meiner nächsten Etappe aufbrechen und den Zug nach Zagreb besteigen.

Herzlichen Dank Amal für deine ärztliche Versorgung, herzlichen Dank Britney, dass du mir noch den Stachel aus der Lippe gezogen hast, herzlichen Dank an alle anderen Beteiligten für die moralische Unterstützung!!

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