Albanien (Saranda)

Die nächtliche Überfahrt hatte ich auf dem Oberdeck der Fähre verbracht, mit Blick in den Himmel und nur ganz wenig anderen Menschen, die meisten hatten es sich im klimatisierten Unterdeck bequem gemacht.

Ankunft auf Korfu um 07:30 Uhr.

Zunächst orientierte ich mich, um und dann eine Fähre zu finden, die mich und mein Rad nach Albanien in die Küstenstadt Saranda bringen würde. Ich fand tatsächlich einen Anbieter und um 10:00 Uhr fuhr meine Fähre ab.

Ankunft in Saranda um 11:30 Uhr an einem kleinen Hafen.

Viele Menschen auf der Strandpromenade, zunächst einen Capuccino trinken und dann orientieren. Hunderte von Hotels, unendliche viele Autos… Wo ist denn nun meine Unterkunft? 36 Grad… Und irgendwann war klar, meine Behausung liegt irgendwo weit oben, auch dieser Ort wächst in die Berge, die alte Stadt liegt eher unten und dann wurde in die Berge gebaut.

Also wieder einmal „Schieben“ - bei dem Verkehr und der Fahrweise der Autobesitzer, natürlich ohne jeden Radweg, selbst Bürgersteige sind nur rudimentär vorhanden - auch vernünftig…

Meine Unterkunft habe ich dann irgendwann erreicht, wieder einmal schweißdurchtränkt…

Radfahrer gibt es hier tatsächlich nicht, ich habe nie einen gesehen…

Sommer, Sonne, Strand und Meer

Nach meinen ersten 5 Wochen mit stetigen Veränderungen und organisatorischen Aufgaben, war mein Plan eine Pause einzulegen und so etwas wie Urlaub zu machen, für die nächsten zwei Wochen.

Dieser Plan ist aufgegangen. Ich habe eine nette Unterkunft erwischt, sehr persönlich und familiär. Niko und seine Schwester Flora betreiben die Herberge, wir sind in sehr guter Kommunikation und sie verwöhnen mich mit einem ausgezeichneten Raki („made by my mother“). Der hat es durchaus in sich, einer genügt eigentlich, naja manchmal nehme ich auch noch einen zweiten…

Es entwickeln sich Bekanntschaften, Lieblingsorte, favorisierte Restaurants- und Bars, wie es eben so ist, wenn sich Menschen über einen längeren Zeitraum an einem Ort aufhalten.

Ich lese viel, gerne am Strand, unterbrochen von einem erfrischenden Bad im wirklich tollen blauen Meer.

Flora und Niko sind Geschwister, sie sind die Betreiber*innen meiner Unterkunft. Im Hintergrund ist auch irgendwie „the mother“ unterwegs, sie sorgt für den unglaublich guten Raki.

Herzliche Menschen! Die Kommunikation ist gut, wir verständigen uns auf Englisch, fast jede(r) spricht hier Englisch, ab und an wechseln meine Gesprächspartner*innen ins Deutsche, wenn sie es an meinem Akzent erkennen.

Orte und Menschen

Es entwickeln sich Gewohnheiten, wenn Menschen über eine längere Zeit an einem Ort verweilen.

Und eben Beziehungen zu Orten und Menschen…

Einige davon möchte ich euch hier vorstellen.

Mango Beach - der schönste Strand in Saranda, hier habe ich Viel Zeit verbracht, das Meer genossen und Bücher gelesen. 

Mario - Chef der „Juventus-Bar“, hier laufen alle Fußballspiele. Extrem netter Mensch und großer Juventus Turin Fan.

Nach einer Weile stellte sich heraus, dass er der Cousin von Flora und Niko ist, den Betreiber*innen meiner Unterkunft. So bleibt alles in der Familie und so klein ist die Welt…

Das  „Restorant Te Bequa“, hier habe ich oft gegessen, meistens gemeinsam mit einem älteren irischen Herrn namens James, mit dem ich mich dort verabredet habe. 

Gutes „Traditional Food“, die Lokalität wird von einer Familie betrieben, mit der ich in einem guten Austausch bin.

Die „Juventus-Bar“…

Bausünden

Es wird gebaut, gebaut, gebaut… und vieles nicht fertig gebaut… alles scheint völlig planlos…  Bauruinen…

Schade… dieser wirklich schöne Ort verunstaltet sich selbst…

Und in die Infrastuktur wird nicht investiert, schlechte Straßen, kaputte oder nicht vorhandene Bürgersteige…

Trotzdem - ein für mich liebenswerter Ort, mit freundlichen Menschen und einem Meer, was ich so vorher noch nicht gesehen habe…

Der weitere Plan…

Ich breche auf in die „Albanischen Alpen“. Über die Haupstadt Tirana und Shkodra (dort werde ich jeweil vier Tage verbringen), fahre ich zu dem Ort Theth (siehe untenstehenden Link).

Anschließend setze ich über auf die Insel Korfu, dort werde ich knappe drei Wochen sein. Danach nehme ich die Fähre nach Ancona (Italien), fahre nach Verona, verbringe dort Zeit und kehre nach Berlin zurück.

Ich werde euch auf dieser Seite davon berichten, sie wird natürlich nach und nach aktualisiert.

Liebe Grüße - Euer Andreas

Impressum

Verantwortlich:

Andreas Fischer


 

Kontakt:

Sonnenallee 71

12045 Berlin

E-Mail: fisch0709@posteo.de


 

 

 

 

Bilder von:

  • Christiane Hunkenschröer
  • Tom Heitkämper
  • Sami Baridpourreza
  • Andreas Fischer

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